Brandschutz-Tipps

Schützen Sie sich und Ihre Familie und investieren Sie in den Brandschutz Ihres neuen Zuhauses.

Sicherheit für Sie und Ihre Angehörigen

Fast jede Minute brennt in Deutschland eine Wohnung. In der Summe kommt es so zu rund 500.000 erfassten Bränden pro Jahr. Rund 400 Menschen bezahlen das mit ihrem Leben, ca. 6.000 überleben den Brand nur mit Verletzungen. Besonders gefährlich bei einem Brand ist der Rauch. Die meisten Brandopfer sterben an solch einer Rauchvergiftung und nicht durch die Flammen.

Schützen Sie sich und Ihre Familie und investieren Sie in Ihren persönlichen Brandschutz. Dazu gehören Rauchwarnmelder, die Sie im Falle eines Brandes rechtzeitig alarmieren, sowie geeignete Löschmittel (z.B. ein kompaktes Feuerlöschspray), mit denen Sie Entstehungsbrände selbstständig, schnell und einfach löschen können!

Wie groß ist in Deutschland die Gefahr durch Brände?
  • Ca. 400 Brandtote sind jedes Jahr in Deutschland zu beklagen.
  • 95 Prozent davon fallen den Brandgasen zum Opfer – nicht etwa den Flammen.
  • Rund 70 Prozent der Opfer werden nachts im Schlaf von einem Brand überrascht.
  • 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden kommen pro Jahr dazu.
  • Über 1 Milliarde Euro Brandschäden allein im Privatbereich.
  • Rauchmelder sorgen für einen Rückgang der Brandopfer um bis zu 50 Prozent.
Wie kann ich das Brandrisiko verringern?
  • Schalten Sie elektronische Geräte stets ganz aus.
  • Achten Sie beim Kauf von elektrischen Geräten auf Prüfsiegel.
  • Schließen Sie nicht mehrere Mehrfachsteckdosen aneinander.
  • Halten Sie Streichhölzer und Feuerzeuge von Kindern fern.
  • Rauchen Sie nicht im Bett oder wenn Sie müde sind.
  • Lassen Sie Kerzen und offenes Feuer niemals unbeobachtet.
  • Achten Sie darauf, Herdplatten immer auszuschalten.
  • Legen Sie keine brennbaren Gegenstände in die Nähe des Herdes.
  • Füllen Sie keine heiße Asche in den Abfalleimer.
  • Investieren Sie in Rauchmelder.
  • Halten Sie Feuerlöschsprays bereit.
Wie verhalte ich mich, wenn es brennt?
  • Bewahren Sie Ruhe und vermeiden Sie Panik.
  • Entstehungsbrände können Sie mit einem Feuerlöschspray bekämpfen. Im Zweifel verlassen Sie schnellstmöglich das Gebäude und rufen die Feuerwehr unter 112.
  • Bewegen Sie sich bei dichtem Rauch auf dem Boden, da hier die Konzentration des giftigen Qualms am geringsten ist.
  • Möchten Sie einen Raum durch die Tür verlassen und die Klinke ist heiß und/oder Rauch dringt durch die Ritzen, könnte dahinter ein weiterer Brandherd liegen. Öffnen Sie die Türe nicht und fliehen Sie besser durchs Fenster.
  • Verlassen Sie das Haus auf dem kürzesten Weg. Vergeuden Sie keine Zeit, um Wertgegenstände oder Ähnliches zu suchen.
  • Wohnen Sie in einem mehrgeschossigen Haus, benutzen Sie die Treppe! Dieser Weg ist sicherer und Sie können auch Ihre Nachbarn warnen.
  • Gehen Sie niemals in ein brennendes Haus zurück!
Worauf sollte ich beim Kauf eines Rauchmelders achten?
  • Achten Sie auf die Prüfzeichen von VdS, DIN oder TÜV/Kriwan. Produkte, die mit diesen Prüfzeichen zertifiziert sind, wurden unter realen Bedingungen getestet und für gut befunden.
  • Empfehlenswerte Geräte verfügen über eine Warnfunktion, wenn die Batterie nachlässt. Sinnvoll sind Geräte mit einem Testknopf zur Funktionsüberprüfung.
  • Verwenden Sie nur optische Rauchmelder oder optische Rauchmelder mit Hitzefunktion.
  • Achten Sie auf die Prüfzeichen von VdS, DIN oder TÜV/Kriwan. Produkte, die mit diesen Prüfzeichen zertifiziert sind, wurden unter realen Bedingungen getestet und für gut befunden.
  • Empfehlenswerte Geräte verfügen über eine Warnfunktion, wenn die Batterie nachlässt. Sinnvoll sind Geräte mit einem Testknopf zur Funktionsüberprüfung.
  • Verwenden Sie nur optische Rauchmelder oder optische Rauchmelder mit Hitzefunktion.
Wo bringe ich einen Rauchmelder an?
  • Montieren Sie die Melder mittig im Raum an der Decke - maximale Raumhöhe: 6m.
  • Der Abstand zur Wand sollte mindestens 60 cm betragen.
  • Bringen Sie den Rauchmelder waagerecht an.
  • Ein Rauchmelder erfasst maximal 40 qm. Achten Sie auf eine ausreichende Anzahl an Geräten.
  • Montieren Sie die Melder mittig im Raum an der Decke - maximale Raumhöhe: 6m.
  • Der Abstand zur Wand sollte mindestens 60 cm betragen.
  • Bringen Sie den Rauchmelder waagerecht an.
  • Ein Rauchmelder erfasst maximal 40 qm. Achten Sie auf eine ausreichende Anzahl an Geräten.
Was bedeutet Wartung?
  • Prüfen Sie den Rauchmelder mindestens einmal pro Jahr per Prüftaste auf korrekte Funktionalität.
  • Sichten Sie und ggfls. reinigen Sie die Luftschlitze, damit diese nicht verstauben.
  • Schließen Sie mechanische Beschädigungen aus.
  • Wechseln Sie die Batterie, insofern vom Hersteller keine Dauerbatterie mit zehnjähriger Lebensdauer eingebaut wurde. Rauchwarnmelder mit entsprechenden Dauerbatterien sind nach zehn Jahren komplett auszutauschen.
  • Prüfen Sie nach Umbau- und Renovierungsarbeiten, ob die Rauchmelder am geeigneten Platz angebracht sind. Die Melder sollten an der Zimmerdecke und möglichst mittig im Raum befestigt sein. Achten Sie darauf, dass der Rauchmelder nicht beschädigt wurde oder Farbe und Staub wichtige Öffnungen nicht verschließen.
Gibt es in Deutschland eine Rauchwarnmelderpflicht?

Vielen Mietern ist nicht bekannt, dass in 13 deutschen Bundesländern eine gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht für Privathaushalte gilt. Lediglich in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen gilt eine solche Pflicht nicht.

Anzubringen sind demnach Rauchmelder bei allen Neu- und Umbauten in Schlaf- und Kinderzimmern, Fluren und auf Rettungswegen. In den meisten Bundesländern gilt zudem eine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten (ebenfalls Schlaf- und Kinderzimmer, Flure, Rettungswege). Allein in Bayern (Ende 2017), Nordrhein-Westfalen (Ende 2016) sowie Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (Ende 2015) haben Vermieter und Eigentümer noch Zeit mit der Nachrüstung. Details finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen.

In der Regel ist der Vermieter bzw. Eigentümer für die Installation verantwortlich. Eine Sonderregelung bezüglich dieser Vorschrift gibt es in Mecklenburg-Vorpommern: Hier ist der Mieter dafür verantwortlich, dass Rauchwarnmelder in der Wohnung angebracht sind. Für die Wartung ist in den meisten Bundesländern allerdings der Mieter zuständig.

Welche Pflichten gelten für Mieter und Vermieter beim Enbau und der Wartung von Rauchmeldern?

In den meisten deutschen Bundesländern mit gesetzlicher Rauchwarnmelderpflicht ist der Eigentümer/Vermieter für die Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern verantwortlich.

Einbau

In der Regel sind Eigentümer/Vermieter für den Einbau von Rauchwarnmeldern verantwortlich. Einzige Ausnahme bildet Mecklenburg-Vorpommern: Hier muss der Besitzer der Wohnung – also der Mieter bzw. der selbstnutzende Eigentümer – Rauchwarnmelder kaufen und installieren. Er darf die Melder dann bei Auszug aber auch wieder abbauen und in seine neue Wohnung mitnehmen.

 

 

Wartung

Für die Wartung von Rauchwarnmeldern nach DIN 14676 ist in der Mehrzahl der Bundesländer der Vermieter verantwortlich. Er muss dafür Sorge tragen, dass die Melder im Brandfall betriebsbereit sind und eine jährliche Prüfung nachweisen.

Ausnahmen bilden die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In diesen Bundesländern muss der Mieter die Rauchwarnmelder regelmäßig warten.

Können Pflichten und Kosten auf den Mieter übertragen werden?

Übertragung der Pflichten auf den Mieter

Der Vermieter kann Installation, Instandhaltung und insbesondere den regelmäßigen Batteriewechsel per ausdrücklicher Regelung im Mietvertrag auf seine Mieter übertragen. Bei bestehenden Mietverträgen sind Ergänzungsvereinbarungen möglich.

Bevor der Vermieter seine Pflicht aber auf den Mieter überträgt, muss er sich davon überzeugen, dass der Mieter zur fachgerechten Installation und Wartung der Rauchwarnmelder in der Lage ist. Andernfalls haftet der Vermieter, wenn der Rauchwarnmelder im Brandfall nicht funktioniert.

Umlage der Kosten auf den Mieter

Die Kosten für die Installation und Wartung der Rauchwarnmelder darf der Vermieter auf den Mieter umlegen. Laut Gesetz (BGB) darf der Vermieter für die Installationskosten die Miete erhöhen – jedoch um maximal 11 % der Investitionskosten. Die Wartungskosten werden auf die Nebenkosten umgelegt.