Energie sparen

Zuhause Strom sparen ist einfach und kostet in der Regel keinen nennenswerten Aufwand. Man muss einfach nur wissen, wie es geht!

Energiesparen im Haushalt - nützliche Tipps

Wer sich folgende Tipps zu Herzen nimmt, kann schon mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken – für den eigenen Geldbeutel und für die Umwelt. Los geht’s!

Wie kann ich Heizkosten senken?

Spitzenreiter beim Stromverbrauch sind neben der Warmwasserbereitung die Heizkosten. Umso größer ist die Wirkung von Sparmaßnahmen. Wer seinen Stromverbrauch drosseln will, fängt am besten bei den Heizkosten an.

  • So wenig heizen wie möglich: In Wohnräumen reichen in der Regel 20 bis 22°C Raumtemperatur, in der Küche 18 bis 20°C, im Bad 23°C und im Schlagzimmer 16 bis 18°C.
  • Heizkörper freihalten: Vor der Heizung positionierte Möbel oder Gegenstände verhindern eine optimale Ausbreitung der Wärme. Folge: Die Heizung arbeitet mehr als notwendig.
  • Konstant niedrige Heiztemperatur: Lassen Sie die Heizung bei Abwesenheit auf konstant niedriger Temperatur (Stufe 1) und regeln Sie bei Anwesenheit auf Stufe 2 oder 3.
  • Stoßlüftung ist angesagt: Sorgen Sie für den nötigen Luftaustausch durch Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern und Türen für etwa 4 bis 5 Minuten. Im Gegensatz zu gekippten Fenstern kühlen dabei die Wände nicht aus.
  • Die Heizung kann mehr: Beim Hydraulischen Abgleich wird die Heizwassermenge durch einen Fachhandwerker so reguliert, dass sich das Heizwasser gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt. Das Einsparpotential bei einem Familienhaus liegt bei 110 EUR pro Jahr.
Wie kann ich in der Küche Strom sparen?

Satte 9 % des Stromverbrauchs in Privathaushalten werden in der Küche investiert. Möglichkeiten, den Verbrauch zu reduzieren, gibt es viele.

Das optimale Kochgeschirr

  • Wählen Sie Schnellkochtöpfe und energiesparende Thermotöpfe aus Edelstahl mit ebenem Topfboden. Energieeinsparungen gleichen den höheren Anschaffungspreis langfristig aus.
  • Bevorzugen Sie Kochgeschirr mit Glasdeckel. So können Sie das Essen im Blick behalten, ohne unnötige Wärmeverluste durch das Öffnen des Deckels.
  • Wählen Sie das kleinstmögliche Kochgeschirr. Das vermeidet Energieverluste.

Die optimalen Kochgeräte

  • Investieren Sie bei Neuanschaffungen in Cerankochfelder oder Induktionskochplatten mit einer sehr guten Energieeffizienzklasse. Energieeinsparungen gleichen den höheren Anschaffungspreis gegenüber Gussherdplatten langfristig aus.
  • Erhitzen Sie Wasser mit dem Wasserkocher. Ob für Getränke oder Nudelwasser – das Erhitzen erfolgt schneller und energieeffizienter.
  • Erwärmen Sie kleinere Essensportionen auf der Herdplatte oder in der Mikrowelle. Der Backofen verbraucht im Vergleich die fünffache Energiemenge.

Das optimale Kochverhalten

  • Kochen Sie immer mit Deckel. Vermeiden Sie möglichst das Öffnen von Topfdeckeln oder der Backofentür.
  • Schalten Sie früh runter. Oftmals reicht die Restwärme aus, um 10 Minuten vor Garzeitende Herdplatte oder Backofen auszuschalten.
  • Nutzen Sie im Backofen den Umluftbetrieb. Das spart 25 bis 40 % Stromkosten.
Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Die Energieagentur NRW hat festgestellt, dass Büros, TV/Audio und Warmwasserbereitung in einem durchschnittlichen Privathaushalt die größten Verbraucher von Strom sind. Die Spitzenreiter

  1. Büro (12,9 %)
  2. TV/Audio (11,9 %)
  3. Warmwasserbereitung (11,9 %)
  4. Kühlen (10,4 %)
  5. Beleuchtung (9,7 %)
  6. Kochen (9,0 %)
  7. Staubsauger (7,2 %)
  8. Trocknen (6,6 %)
  9. Umwälzpumpe (6,0 %)
  10. Spülen (5,1 %)
  11. Waschen (4,9 %)
  12. Gefrieren (4,5 %)
Wie kann ich Strom bei der Beleuchtung sparen?

Für ihren durchschnittlichen Stromverbrauch zahlt eine dreiköpfige Familie rund 50 EUR pro Jahr – einen Betrag, der sich im Handumdrehen reduzieren lässt.

  • Gezieltes Beleuchten: Beleuchten Sie Ihren Aufenthaltsort ohne den gesamten Raum auszuleuchten.
  • Licht ausschalten: Gewöhnen Sie sich an, beim Verlassen eines Raumes das Licht auszuschalten.
  • Tageslicht nutzen: Nutzen Sie das Tageslicht so gut es geht, z.B. indem sie den Schreibtisch am Fenster positionieren.
  • Abschaltautomatik einbauen: Automatisch ausgeschaltetes Licht in Flur oder Treppenhaus verhindert unnötige Beleuchtungszeiten.
  • Lichtfreundliches Weiß: Helle Wände, Lampenschirme und Vorhänge verstärken die Beleuchtungswirkung.
Was sind Leerlaufverluste?

Leerlaufverluste erzeugen Geräte, die in Bereitschaft stehen, aber unbenutzt bleiben. Das Umweltbundesamt schätzt die Kosten für den Stromverbrauch durch Scheinaus und Stand-by in Deutschland auf mindestens vier Milliarden Euro pro Jahr.

Goodbye Stand-by!

  • Augen auf beim Gerätekauf: Beim Neukauf von Geräten auf vollständige Ausschaltbarkeit achten. Individuell vorgenommene Einstellungen sollten Elektrogeräte mit einem integrierten Akku speichern können.
  • Stand-by-Verluste minimieren: Bei nichtabschaltbaren Geräten wie Telefon, Faxgerät oder Anrufbeantworter auf niedrige Stand-by-Verluste achten.
  • Ausschaltknopf betätigen: Zum Abschalten der Geräte nicht die Fernbedienung, sondern die Austaste nutzen. Bei Geräten ohne An-/Ausschalter leistet eine schaltbare Steckleiste wertvolle Dienste.
Woran erkenne ich energiesparende Hausgeräte?

Eine einheitliche Kennzeichnung für elektrische Hausgeräte gibt es nicht. Um den geringen Stromverbrauch neuer Geräte abbilden zu können, wurden die Energieeffizienzklassen für viele Geräte im Bereich A ausdifferenziert.

Fernsehgeräte

Beste Energieeffizienzklasse: A++. In der Regel nimmt mit der Bildschirmgröße auch der Stromverbrauch zu. Beim Kauf ist außerdem darauf zu achten, ob ein Gerät einen An-/Ausschalter besitzt, um Stand-by-Verluste zu vermeiden.

Geschirrspüler

Beste Energieeffizienzklasse: A+++. Die Geschirrspülgeräte haben sich in den letzten Jahren rasant verbessert. Die meisten angebotenen Modelle zählen zu den Top-Effizienzklassen A++ oder A+++.

Kühl- und Gefriergeräte

Beste Energieeffizienzklasse: A+++. Bei Altgeräten mit einer Lebensdauer von 5 bis 10 Jahren lohnt es sich, über eine Neuanschaffung durchzulesen. Dabei sollte ein Gerät so klein wie möglich ausfallen. Die Kombination von Kühlschrank mit Gefriertruhe ist sparsamer im Stromverbrauch als ein Kühlschrank mit integriertem Gefrierfach.

Leuchtmittel

Beste Energieeffizienzklasse: A++. Energiesparlampen sparen Strom. Halogenlampen zählen nicht zu den Energiesparlampen, denn sie verbrauchen zusätzlich Strom durch den Transformator. Schlusslicht in der Energiebilanz ist die gute (?) alte Glühlampe.

Waschmaschinen

Beste Energieeffizienzklasse: A+++. Für effizientes Waschen sollte eine Maschine nur vollbeladen betrieben werden. Das Waschen von leicht verschmutzter Wäsche bei 40 statt 60 °C spart gut die Hälfte der Energie.

Wie kann ich am Computer Strom sparen?

Computer können wahre Stromfresser sein. Die gute Nachricht ist: Es gibt Mittel und Tools, ihren Verbrauch einzudämmen.

Energiesparendes Userverhalten

  • Stoppen Sie unnötige Prozesse im Hintergrund und achten Sie auf eine geringe Auslastung der Prozessoren.
  • Reduzieren Sie die Helligkeit Ihres Monitors.
  • Schalten Sie den Computer bei Arbeitspausen über 30 Minuten aus.
  • Schalten Sie Zusatzgeräte wie Drucker nur bei Bedarf an.
  • Lassen Sie Zusatzgeräte über eine schaltbare Steckdosenleiste laufen, die sie bei Bedarf einfach ausschalten.

Energiesparende Hardware, Monitore und Zusatzgeräte

  • Als Faustregel gilt: Ältere Computer verbrauchen meist mehr Strom als neuere Computer. Laptops verbrauchen weniger Strom als Desktop- oder Power-PCs. Und moderne TFT-Monitore sind alten Röhrenmonitoren überlegen.
  • Bei Prozessoren und Grafikkarten sind die Unterschiede im Stromverbrauch immens. Es lohnt sich, die Geräteleistungen mit Ihrem tatsächlichen Bedarf abzugleichen und ggf. auf leistungsstärkere Geräte zu verzichten.
  • Zusatzgeräte wie externe Festplatten, USB-Sticker, Drucker und ähnliches steigern den Stromverbrauch. Stromspartipp: Bei Nichtanwendung Stecker ziehen.
Wie nützlich ist ein Stromverbrauchsmesser?

Klare Frage, klare Antwort: sehr nützlich. Zwischen 10 und 30 EUR kostet ein Gerät, mit dem Sie den Stromfressern in Ihrem Haushalt auf die Schliche kommen. Einfach Gerät zwischen Steckdose und zu messendes Gerät montieren – und schon zeigt das Display den Stromverbrauch an.

Qualitätsmerkmale

  • Messgenauigkeit: Auch geringe Gebräuche um 0,1 Watt sind aussagekräftig. Die Anzeige des Stromverbrauchs sollte also eine Stelle nach dem Komma berücksichtigen.
  • Messspitzen und Durchschnittsverbrauch: Alle Angaben sollten angezeigt werden, um den Stromverbrauch richtig einschätzen zu können.
  • Stromkostenkalkulator: Praktisch sind Geräte, die den aktuellen Preis pro Kilowattstunde berücksichtigen und den Stromverbrauch samt Strompreis anzeigen.
  • Datenspeicherung: Besser ist es, wenn Geräte die gesammelten Daten auch bei gezogenem Stecker speichern.
  • Geringe Geräteabmessungen: An schlecht zugänglichen Stellen bewähren sich kleinere Stromverbrauchsmessgeräte.
(Öko-)Stromanbieter auswählen

Im Internet gibt es viele Vergleichsrechner und -portale, mit denen man einen geeigneten und günstigen Stromanbieter finden kann. Bei der Wahl des neuen Stromanbieters sollten einige Faktoren berücksichtigt werden, damit man auf Preisänderungen der Konkurrenz schnell reagieren kann:

  • Die Vertragslaufzeit sollte 12 Monate nicht übersteigen
  • Die Kündigungsfrist sollte im Optimalfall maximal vier Wochen betragen
  • Eine Preisgarantie, damit der vereinbarte Preis nicht mehr steigt

Meiden sollte man Stromanbieter, die mit Pakettarifen und Vorauszahlungen locken und entsprechend günstige Tarife anbieten. Bei Pakettarifen muss der Stromverbrauch sehr präzise sein. Wenn man ihn übersteigt, zahlt man drauf und wird die vereinbarte Strommenge nicht ausgenutzt, bekommt man die Differenz nicht erstattet. Vorauszahlungen sind relativ unsicher. Wenn der Stromanbieter Pleite gehen sollte, sieht man sein Geld meist nicht wieder.

Bei einem Stromanbieterwechsel lassen sich oft bis zu mehreren hundert Euro im Jahr sparen. Bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter kommt hinzu, dass ein positiver Umwelteffekt erreicht wird. Weitere Informationen zum Thema Ökostrom und Stromanbieterwechsel gibt es auf dem Portal Energieinitiative.

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