Hundesteuer-Befreiung

Hunde sind nur steuerpflichtig, wenn Sie zu privaten Zwecken gehalten werden. Wird ein Hund „gewerblich genutzt“, z.B. als Wach- oder Rettungshund, zahlen Hundehalter gar keine oder weniger Hundesteuer. 

Hundesteuerbefreiung oder Ermäßigung beantragen

Eine Hundesteuerbefreiung oder Ermäßigung muss extra beantragt werden.

Die nachfolgenden Informationen haben wir nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Da die Hundesteuersatzungen aber je nach Gemeinde unterschiedlich sind, können die hier aufgeführten Regelungen in Ihrem Wohnort abweichen. 

Für welche Hunde gibt es eine Hundesteuerbefreiung?
  • Hunde, die ausnahmslos Blinde, Taube und andere hilflose Personen schützen und ihnen dienen
  • Hunde, die erfolgreich als Rettungshunde geprüft wurden und für den Schutz der zivilen Bevölkerung bereit stehen
  • Als Herdehunde eingesetzte Hunde
  • Für den Forst-, Feld- und Jagdschutz eingesetzte Hunde von Berufsjägern, bestätigten Jagdaufsehern, Forstbeamten, Angestellten im privaten Forstdienst sowie beauftragten Feld- und Forstaufsehern
Für welche Hunde gibt es Ermäßigung der Hundesteuer?
  • Hunde, die zur Gebäudebewachung im Außenbereich eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass das bewachte Gebäude mindestens 200m Luftlinie vom nächsten bewohnten Gebäude entfernt liegt
  • Unmittelbar der Berufsausübung dienende Hunde
  • Hunde von Hundehaltern, die Unterstützung zum Lebensunterhalt nach dem Bundessozialhilfegesetz beziehen
  • Vom Tierheim der Gemeinde aufgenommene Hunde (Nachweis erforderlich) 
Hundesteuer-Befreiung oder Ermäßigung nur auf Antrag

Voraussetzung für eine Hundesteuerbefreiung oder Ermäßigung ist zum einen, dass der Hund für den angegebenen Zweck auch tatsächlich geeignet ist. Zum anderen muss der Hundehalter einen schriftlichen Antrag auf Hundesteuer-Befreiung oder Ermäßigung beim für die Hundesteuer zuständigen Amt stellen. 

Wird der Antrag bewilligt, gilt die Hundesteuer-Befreiung oder Ermäßigung ab dem Folgemonat der Antragsstellung, sofern der Antrag mindestens zwei Wochen vor Monatsbeginn eingereicht wurde. Ein bewilligter Antrag hat eine Gültigkeit von einem Jahr und muss nach Ablauf des Jahres erneut gestellt werden.

Notwendige Unterlagen für den Antrag
  • Formloses Schreiben über die Begründung des Antrags
  • Bescheinigung, aus der die Höhe des Einkommens hervorgeht (Arbeitslosengeldbescheid, Rentenbescheid etc.)
  • Gegebenenfalls Nachweise über Unterhaltszahlungen
  • Mietvertrag oder sonstiger Nachweis, aus dem die Miethöhe hervorgeht
  • Bescheinigung über die Höhe der Heizkosten
  • Gegebenenfalls Wohngeldbescheid
  • Bei Empfängern von Sozialhilfe: Kopie des Sozialhilfebescheids