Kampfhunde

Der Begriff "Kampfhund" entstammt dem Volksmund und bezeichnet Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden. Die Hundesteuer für einen Kampfhund kann bis zum fünffachen Satz der Hundesteuer für einen normalen Hund betragen.

Hundesteuer für Kampfhunde und gefährliche Hunde

Was ist ein Kampfhund?

Kampfhunde sind gefährliche Hunderassen. Kampfhunde sind Hunde, bei denen aufgrund rassenspezifischer Merkmale, durch Zucht oder im Einzelfall wegen ihrer Haltung oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren auszugehen ist.

Die Einstufung wird anhand von sogenannten Rasselisten auf Ebene der Bundesländer vorgenommen. Das ist sehr unterschiedlich und je Bundesland stehen mal mehr, mal weniger Kampfhunde-Rassen auf der Verbotsliste. Halter von Kampfhunden müssen sich daher vor einem Umzug oder einer Reise in ein Bundesland genau informieren und je nach Rasse und Wohnort entsprechende Vorkehrungen treffen. 

Was sind gefährliche Hunde?

Als gefährliche Hunde gelten Hunde, die keiner Kampfhunde-Rasse sind, aber von denen aufgrund ihres Verhaltens davon ausgegangen wird, dass sie eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen oder Tieren darstellen. Gefährliche Hunde sind z.B.

  • Bissig
  • Springen in aggressiver oder bedrohlichen Art und Weise Menschen oder Tiere an oder
  • Neigen zum unkontrollierten Hetzen oder Reißen von Wild, Vieh oder anderen Tieren.

Ob ein Hund als gefährlicher Hund eingestuft wird, obliegt der Überprüfung und Einschätzung durch die örtliche Polizeibehörde.

Erlaubnis zur Haltung von Kampfhunden notwendig

Sie benötigen eine gesonderte Erlaubnis Ihrer Gemeinde zur Haltung eines Kampfhundes. Diese können Sie in der Regel beim Ordnungsamt beantragen, wobei Sie u.a. ein Führungszeugnis vorlegen müssen. Als Antragsteller müssen Sie zudem ein berechtigtes Interesse an der Haltung eines Kampfhundes und einen Bedarf nachweisen, der durch Hunde ohne Kampfhunde-Eigenschaften nicht angemessen erfüllt werden kann.