Sperrmüll und Entrümpelung

Ein Umzug ist der ideale Zeitpunkt, um die eigene Wohnung zu entrümpeln und sich von Sachen zu trennen. Wir geben Tipps für die fachgerechte Entsorgung.

Sperrmüll, Entrümpelung und Haushaltsauflösung

Bei einem Umzug möchte man gar nicht immer alle Möbel, Kleidungsstücke, kurz den ganzen Krempel, der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat, mitnehmen. Ein Grund kann sein, dass man mit jemandem zusammenzieht und Einrichtungsgegenstände doppelt vorhanden sind.

Ein ebenso guter Grund kann sein, sich das neueZuhause nicht wieder mit dem vollstellen zu wollen, was einem schon in der alten Wohnung nur im Weg gestanden hat. Dann ist eine Entrümpelung, vielleicht sogar eine komplette Haushaltsauflösung angesagt.

Wie organisiere ich eine Haushaltsauflösung?

Es gibt viele Gründe – schöne wie traurige –, weshalb ein Haushalt aufgelöst werden muss. Egal ob es sich um einen Umzug oder einen Todesfall handelt, ist Zeit ein entscheidender Faktor für eine reibungslose Haushaltsauflösung. Manchmal bleiben nur wenige Wochen, bis der Mietvertrag endet oder der Schlüssel an den neuen Eigentümer übergeben wird. Deshalb sollten Sie frühzeitig damit beginnen, den Ablauf der Haushaltsauflösung zu planen, damit am Ende keine Hektik aufkommt.

Klären Sie bereits zu Beginn, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss. Sollten noch Renovierungsarbeiten anstehen, dann müssen diese ebenso berücksichtigt werden wie mögliche Termine mit Handwerkern.

    Bei einer Haushaltsauflösung fallen für gewöhnlich die folgenden Aufgaben an:

    1. Verschaffen Sie sich einen Überblick, was zu tun ist, beachten Sie dabei Kündigungsfristen und Übergabetermine.
    2. Kündigen Sie Strom, Wasser, Gas und Telefon/Internet rechtzeitig, um mögliche Nachzahlungen zu vermeiden.
    3. Entscheiden Sie, welche Gegenstände verwertet und welche verkauft werden sollen.
    4. Je nachdem wie viel Müll anfällt, können Sie Container oder ein Entsorgungsunternehmen bestellen.
    5. Trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem und gehen Sie strukturiert vor. Fangen Sie zum Beispiel beim Wohnzimmer an und arbeiten Sie die Räume nach und nach durch.
    6. Melden Sie Sperrmüll an oder entsorgen Sie ihn über lokale Wertstoffhöfe.
    7. Führen Sie nach der Räumung alle nötigen Renovierungsmaßnahmen und Reparaturen durch.
    Wer hilft bei einer Entrümpelung?

    Wenn in einem Haushalt durch langjähriges Sammeln und Abstellen unterschiedlichster Müll zusammenkommt, ist es oft nicht leicht, alles ordnungsgemäß zu entsorgen. Wer die Aufgabe der Entrümpelung nicht alleine bewältigen will oder kann, findet Hilfe bei speziellen Dienstleistern.

    Kosten und Verträge
    Eine seriöse Firma, die Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen anbietet, wird immer eine Vorbesichtigung anbieten, um einen realistischen Kostenvoranschlag machen zu können. Klären Sie, ob das Unternehmen alle Gegenstände und Müllarten entsorgt, die Sie entfernen möchten. Jedes Unternehmen hat eine andere Art abzurechnen. Klären Sie die Kosten genau ab, bevor Sie den Auftrag erteilen, und halten Sie diese so wie die vereinbarten Leistungen schriftlich fest.

    Entsorgungsnachweis einfordern
    Die schriftliche Vereinbarung sollte beinhalten, dass Ihnen ein Entsorgungsnachweis vorgelegt wird. Mit diesem können Sie sicher sein, dass alles ordnungsgemäß entsorgt wurde und Ihnen im Nachhinein keine unangenehmen Überraschungen drohen. Befinden sich in unsachgemäß entsorgtem Unrat Dokumente, die Ihnen zugeordnet werden können, z.B. eine Rechnung mit Ihrer Anschrift, können Sie für die falsche Entsorgung haftbar gemacht werden. 

    Was zählt als Sperrmüll?

    Als Sperrmüll werden alte Haushaltsgegenstände bezeichnet, die zu sperrig, also zu groß, für die normale Entsorgung über den Hausmüll sind oder die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht über diesen entsorgt werden dürfen. Darunter fallen zum Beispiel alte Kinderwagen, Möbel, Teppiche, Lampen, Matratzen und vieles mehr.

    Welche Gegenstände zum Sperrmüll zählen, unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. Fragen Sie am besten bei Ihrer zuständigen Stadtverwaltung nach. Viele Städte und Gemeinden bieten Listen an, auf dem alle Gegenstände vermerkt sind, die über den Sperrmüll entsorgt werden dürfen.

    Was darf nicht in den Sperrmüll?

    Im Sperrmüll dürfen nur bewegliche Haushaltsgegenstände entsorgt werden. Gegenstände, die bei einem Umzug normalerweise im Gebäude verbleiben, haben hier nichts zu suchen. Dazu gehören zum Beispiel Baustoffe, Glas, Altmetalle (z. B. Badewannen), Wand- und Deckenpaneele oder auch Grünabfälle sowie Restmüll. Sondermüll, wie Düngemittel oder Lacke, darf ebenfalls nicht über den Sperrmüll entsorgt werden.

    Sollten Sie unsicher sein, was nicht auf den Sperrmüll gehört, wenden Sie sich am besten an Ihren lokalen Entsorger.

    Wie kann ich Sperrmüll entsorgen?

    Sperrmüll kann in den meisten Kommunen auf zwei Arten entsorgt werden:

    Wertstoffhof / Recyclinghof
    Viele Kommunen verfügen über Recyclinghöfe, auf denen Sie Ihren Sperrmüll abgeben können. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie nur einzelne Gegenstände bis hin zu einer Wagenladung entsorgen wollen.

    Sperrmüll-Abholung
    Bei größeren Mengen, die zum Beispiel bei einer Haushaltsauflösung anfallen, lohnt sich die Sperrmüll-Abholung. Diese können Sie bei Ihrem lokalen Entsorgungsdienstleister anmelden. Welche Mindestmenge dafür notwendig ist, hängt auch hier von den individuellen Anbietern ab. 

    In der Regel wird mit haushaltsüblichen Mengen gerechnet, dies entspricht etwa 4 Kubikmetern Sperrmüll. Die Anmeldung erfolgt meist telefonisch oder über ein Online-Anmeldeformular. Der Anbieter legt schließlich einen Termin fest, an dem Sie Ihren Sperrmüll am Straßenrand abstellen können. Bitte achten Sie darauf, dass niemand durch den Sperrmüll behindert wird! 

    Was kostet die Sperrmüll-Abholung?

    Die Sperrmüll-Abholung wird in jeder Kommune anders berechnet. In der Regel zahlen Sie pro abgeholtem Kubikmeter Sperrmüll einen festgelegten Satz. Manche Städte berechnen für den ersten Kubikmeter mehr, um Kosten für Anfahrt, Personal usw. zu decken. Jeder weitere Kubikmeter ist dann günstiger. Informieren Sie sich bei der Sperrmüll-Anmeldung über die Preise und Zahlungsarten.

    In manchen Kommunen gibt es auch Sammeltermine, an denen Sperrmüll kostenlos entsorgt werden kann. Fragen Sie in jedem Fall Nachbarn oder Freunde, ob sie ebenfalls Sperrmüll haben. So kann man die Kosten untereinander aufteilen und senken.

    Wie entsorge ich Elektroschrott richtig?

    Stereoanlagen, Mixer, Toaster und viele andere Elektronikartikel lassen sich heute in unseren Haushalten finden. Für die Entsorgung gilt: Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll! Sie können in der Regel bei den kommunalen Wertstoffhöfen abgegeben oder mit zum Sperrmüll gegeben werden. Mittlerweile gibt es auch in einigen Kommunen Container für Elektroschott, die oft neben den Altglascontainern zu finden sind.

    Außerdem nehmen viele Elektromärkte oder Mobilfunk-Anbieter Altgeräte kostenlos zurück. Fragen Sie am besten beim Kauf nach. Manche Händler nehmen nur Geräte zurück, die bei ihnen gekauft wurden oder wenn ein neues Gerät erstanden wird. Wenn die Geräte noch funktionstüchtig sind, gibt es viele weitere Möglichkeiten, zum Beispiel das Weiterverkaufen oder Spenden.

    Alle Elektrogeräte, die in einen Maxibrief und somit in den Briefkasten passen, können Sie auch kostenfrei mit dem Service ELECTRORETURN der Deutschen Post an eine Recyclingfirma einsenden.

    Wohin mit dem Altmetall?

    Altmetall kann auf den Wertstoff- und Recyclinghöfen oder beim Schrotthändler abgegeben werden. Einige Metalle sind dabei noch bares Geld wert. Bei größeren Mengen oder höheren Auszahlungsbeträgen kann es sein, dass Sie sich beim Schrotthändler ausweisen müssen. Es kommt immer häufiger zum Diebstahl von Altmetallen, weshalb sich die Schrotthändler absichern müssen, keine geklaute Ware anzunehmen. Eine weitere Möglichkeit sind fahrende Schrotthändler, hier findet allerdings oft keine Auszahlung des Schrottwerts statt. Bitte bedenken Sie, dass Sie nicht für jedes Metall eine Auszahlung erhalten und nicht alle Wertstoffhöfe dies anbieten.

    Zum Altmetall gehören zum Beispiel:

    • Öfen / Boiler
    • Ofenbleche
    • Schüsseln und Töpfe
    • Möbel (z.B. Regale) aus Metall
    • Badewannen
    • Fahrräder ohne Bereifung 
    Wo kann ich Altkleider abgeben?

    Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten oder für die neue Saison muss etwas Neues her? Wer seine gebrauchte Kleidung nicht wegwerfen möchte, kann diese in die Altkleidersammlung oder als Kleiderspende an eine karitative Einrichtung geben. Deutschlandweit gibt es Altkleidercontainer, die regelmäßig durch karitative Einrichtungen geleert werden. Die Textilien aus der Altkleidersammlung, die noch verwendet werden können, werden als Kleiderspende an Bedürftige weitergegeben oder, weitaus häufiger, verkauft, wobei der Erlös dann an gemeinnützige Zwecke geht. Alles andere wird recycelt und wiederverwendet – zum Beispiel als Innenverkleidung im Auto.

    Die Kleiderspende im Karton
    Eine Alternative sind Anbieter wie PACKMEE, die Kleidungsstücke und andere Gegenstände sammeln und verkaufen, wobei der Erlös zu einem großen Teil an Spendenorganisationen fließt. Dafür können Sie alle Textilien (Kleidung, Bettwäsche, Handtücher usw.) und Schuhe, die man noch gut tragen oder nutzen kann, in einen Karton packen, einen Versandaufkleber ausdrucken und ab 5 Kilo kostenlos auf die Reise geben.

    Was tun mit gebrauchsfähigen Gegenständen?

    Manchmal sind Möbel und andere Haushaltsgegenstände noch zu gebrauchen und sehen aus wie neu. Dann sind sie einfach zu schade, um weggeworfen zu werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    Flohmarkt und Kleinanzeigen
    Sie können Ihre Gegenstände beispielsweise auf einem Flohmarkt anbieten oder in den Kleinanzeigen inserieren, z. B. in der Tagespresse oder im Internet. Wenn Sie kein Geld für die Sachen haben möchten, kann man sie auch in der Rubrik „Zu verschenken“ unterbringen.

    Karitative Zwecke
    Auch Haushaltsgegenstände werden gerne für wohltätige Zwecke angenommen. Neben Kirchengemeinden und Organisationen wie der Caritas oder Oxfam sind auch Vereinigungen wie Arbeitslosenselbsthilfen gute Adressen.

    baumarkt umziehen

    Baumärkte

    Alles, was Sie zum Renovieren und zur Verschönerung Ihres neuen Heims benötigen
    Baumarkt finden