Vermieterbescheinigung

Eine Vermieterbescheinigung ist Pflicht - der Mieter muss sie bei seiner Anmeldung bei Einwohnermeldeamt vorzeigen, der Vermieter ist verpflichtet, sie rechtzeitig und korrekt zu erstellen.

Alles Wichtige zur Vermieterbescheinigung / Wohnungsgeberbestätigung

Im November 2015 wurde ein neues Bundesmeldegesetz und damit die Vermieterbescheinigung, amtlich auch Wohnungsgeberbestätigung genannt, (wieder) eingeführt. Der Vermieter ist dann verpflichtet, seinem Mieter den Ein- bzw. den Auszug schriftlich oder elektronisch zu bestätigen, damit dieser mit der Bestätigung seinen Wohnungswechsel beim Einwohnermeldeamt nachweisen kann.

Warum wurde Vermieterbescheinigung eingeführt?

Mit der Vermieterbescheinigung – auch: Wohnungsgeberbescheinigung oder Vermieterbestätigung – will der Gesetzgeber das „unkontrollierte“ Hin- und Herziehen und das „vorgetäuschte“ Umziehen verhindern. Scheinanmeldungen und damit z.B. Sozialversicherungsbetrug werden somit erschwert. Es soll zudem der Sicherheit und der Erleichterung der Strafverfolgung dienen.

Was ist eine Vermieterbescheinigung im Sinne des Bundesmeldegesetzes – und was nicht?

Die Vermieterbescheinigung ist eine formlose Bestätigung des Vermieters bzw. Wohnungsgebers, dass der Mieter in seine Wohnung ein- bzw. ausgezogen ist. Diese Vermieterbescheinigung ist vom Mieter im Einwohnermeldeamt bei seiner Anmeldung sowie bei einem Wegzug ins Ausland auch bei der Abmeldung vorzulegen bzw. innerhalb von zwei Wochen nachzureichen.

Der Begriff „Vermieterbescheinigung“ wird umgangssprachlich auch für eine Art „Mieterzeugnis“ verwendet, das als Mietschuldfreiheits-Bestätigung und als Referenzschreiben des Vermieters dem Mieter bessere Chancen bei der Suche nach einer neuen Wohnung bieten soll. In dieser Art der Bescheinigung sind Sätze zu finden wie „Es bestehen keine Mietrückstände“, „Der Mieter verstieß nie gegen die Hausordnung“ oder „Der Mieter hielt die Wohnung stets in einem guten Zustand“. Dies hat mit der hier behandelten Vermieterbescheinigung im Sinne des Bundesmeldegesetzes nichts zu tun – solche Angaben haben in der Vermieterbescheinigung, die an das Einwohnermeldeamt geht, nichts verloren!

Was macht der Mieter mit der Vermieterbescheinigung?

Der Mieter zeigt sie bei seiner Anmeldung beim Einwohnermeldeamt vor. Liegt ihm bei seiner Anmeldung noch keine Vermieterbescheinigung vor, kann er sie innerhalb von zwei Wochen in schriftlicher oder elektronischer Form nachreichen. Zum Teil bieten Vermieter oder Hausverwaltungen an, die Vermieterbescheinigung dem Einwohnermeldeamt direkt zu übermitteln.

Welche Angaben muss die Vermieterbescheinigung enthalten?

Die Vermieterbescheinigung / Wohnungsgeberbestätigung ist prinzipiell formlos, muss aber folgende Angaben enthalten:

  • - Name und Anschrift des Vermieters / Wohnungsgebers / Eigentümers
  • - Art des meldepflichtigen Vorgangs, d.h. Einzug oder Auszug, mit Datum
  • - Anschrift der Wohnung / des Hauses
  • - Namen aller meldepflichtigen Personen, die einziehen/ausziehen
Wo finde ich ein Vermieterbescheinigungs-Muster?

Eine Muster-Vermieterbescheinigung stellt die Stadt Hannover zur Verfügung.

Was ist, wenn der Vermieter die Vermieterbescheinigung nicht oder falsch ausfüllt?

Falls der Vermieter seiner Aufgabe nicht nachkommt, nicht rechtzeitig nachkommt oder fehlerhafte Angaben in der Vermieterbescheinigung / Wohnungsgeberbestätigung macht, hat der Mieter das Recht und die Pflicht, dies beim Einwohnermeldeamt zu melden. Dem Vermieter droht dann ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Wesentlich schärfer, nämlich mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro, wird geahndet, wenn der Vermieter wissentlich eine falsche Vermieterbescheinigung ausstellt, d.h. eine Wohnanschrift bestätigt, ohne dass ein Mieter dort tatsächlich einzieht.

Welches Recht erhält der Vermieter durch die neue Regelung?

Der Vermieter hat einen Auskunftsanspruch gegenüber dem Einwohnermeldeamt, d.h. er kann sich dort kostenlos vergewissern, ob sich sein Mieter tatsächlich unter seiner Wohnanschrift an- bzw. abgemeldet hat und ob ggfs. weitere Personen in seiner Wohnung gemeldet sind. Dadurch kann er schneller herausfinden, ob seine Wohnung durch den Mieter untervermietet wurde, ohne ihn davon in Kenntnis zu setzen. In einem solchen Fall hat der Vermieter das Recht, das Mietverhältnis zu beenden.

Der Vermieter hat zudem das Recht – was sich aber von selbst versteht – dass ihm der Mieter alle Angaben zur Verfügung stellt, die er für die Vermieterbescheinigung benötigt, d.h. die Namen aller meldepflichtigen Personen mit der bisherigen Anschrift.

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